Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Wohnungssuchende, Wohnraum ist in München und vielerorts in Deutschland knapp. Das wissen wir. Gleichzeitig leben aber manche Wohneigentümer, beispielsweise nach der Familienphase, mit leeren Zimmern oder Etagen, die sie nicht oder nur zum Teil nutzen. Vor diesem Hintergrund diskutieren Fachleute aktuell das „suffiziente Wohnen“ als Teil einer Lösung für den Wohnraummangel.
Die Frage ist, kann Tauschen oder Teilen von wenig genutztem Wohnraum ein Weg sein, um Wohnraummangel zu beheben? Die Idee: Wer die eigene Wohnfläche reduziert, beispielsweise durch Vermietung ungenutzter Räume oder den Umzug in eine kleinere Wohnung, macht Platz für andere. Der Verband Wohneigentum mit Sitz in Bonn hat in einer nicht uninteressanten Online-Befragung die Meinungen und Ideen unter Eigentümern von Häusern oder Wohnungen untersucht.
Wie groß ist die Bereitschaft, die eigene Wohnsituation zu verändern? Was hindert? Was könnte motivieren? Die Befragung war eine quantitative Querschnittsanalyse. Das Ergebnis: Es gibt Potential, Widerstand und Zustimmung. Etwa ein Viertel der Befragten empfindet die eigene Wohnfläche als zu groß. Der überwiegende Teil der Wohneigentümer ist mit der eigenen Wohnfläche zufrieden. Knapp ein Drittel zeigte sich aufgeschlossen gegenüber der effizienteren Nutzung seines Wohnraums: Davon sind 41 % bereit, ihn zu vermieten. 23 % würden durch Umzug/Wohnungstausch ihre Wohnfläche verkleinern. Zwei Drittel stehen Maßnahmen zur effizienteren Nutzung ihres Wohnraums skeptisch gegenüber. Die Befragten wünschen sich Beratungsangebote, die finanzielle, rechtliche, bauliche und emotionale Aspekte bei einem Wohnraumwechsel abdecken.
Die größten Bedenken beim Teilen von Wohnraum beziehen sich verständlicherweise auf Einschränkungen der Privatsphäre und potentielle Konflikte mit Mietern. Auch werden finanzielle und bürokratische Hürden beim Umbau von Wohnraum und rechtliche Unsicherheiten häufig genannt. Die ausführlichere Version der Befragung und was der Verband in der Erkenntnis daraus vorschlägt, lesen Sie unter www.verband-wohneigentum.de
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