Modulares Bauen in privaten, gerwerblichen und kommunalen Bereichen

Holz ist Deutschlands bedeutendster nachwachsender Rohstoff. Die Verwendung von Holz beim Bau leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und der Schonung endlicher Ressourcen. Die Fertigung von Raummodulen aus Holz ist im Gegensatz zur Vorfertigung von Holzbauelemeten ein neuer Ansatz. Die schnelle, präzise und umweltfreundliche Bauweise überzeugt im Gegensatz zu konventionellen Bauweisen. Die Bauzeit der Holzmodule reduziert sich erheblich, wenn vollständig eingerichtete, wohnfertige Raummodule aus der Produktion direkt auf die Baustelle geliefert werden können. Holzbauten in Modulbauweise sind die mobile Bauart der Zukunft.

Die neuen Module werden aus Massivholzwänden sowie Brettsperrholz-Decken und -Böden gefertigt. Die massive Holzausführung der Wände erfüllt dabei nicht nur statische und bauphysikalische Aufgaben, sondern ermöglicht durch das geringe Gewicht die Umsetzung im industriellen Maßstab. Je nach Anforderung werden die Raummodule hergestellt. Dies erfolgt in einer Montagehalle, in der stationäre Fertigungsstätten die einzelnen Module fertigen und dann mit dem LKW direkt zur Baustelle gefahren werden können. Wie zum Beispiel die 1-Zimmer-Wohnmodule für ein Studentenwohnheim in Straubing. Sie wurden vollständig eingerichtet ausgeliefert. Junges, modernes Wohnen, ideal für Studenten und Singles – bezahlbar und nachhaltig. Der Bauträger Robert Decker aus Dorfen gehört mit seiner Marke „Timber Homes“ zu den Unternehmen in Bayern, die sich dem Holzmodulbau verschrieben haben und auf ein breites Spektrum unterschiedlichster Projekte blicken können.

Holz – nachwachsender Rohstoff mit positiver Energiebilanz

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, herkömmliche Baumaterialien dagegen nicht, betrachtet man die Energiebilanz von Holz genauer. Das bedeutet, dass die zur Herstellung von Holz verwendete Energie teils durch natürliche Prozesse ersetzt werden können. Bei fossilen Rohstoffen hingegen ist dies nicht möglich: Sind sie einmal verbraucht, sind sie für immer verschwunden. Die Energieund Ökobilanz von Holz ist daher viel günstiger als die von Beton oder Ziegeln. Besonders ist aber auch die Eigenschaft von Holz CO2 zu speichern; in jedem Kubikmeter Holz steckt ca. eine Tonne Kohlenstoff. Die Robert-Decker-Firmengruppe hat hochgerechnet, wie viel Kohlenstoff im Projekt Studentenwohnheim Timber Students Dorfen eingespeichert ist und kam auf 1.340.000 kg CO2. Das entspricht etwa dem Treibstoffverbrauch von 800 Pkw im Jahr.

Ein falsches Vorurteil: Häuser aus Holz sind brandgefährlich

Sicherheitsbedenken sind dabei völlig unbegründet. Ein essenzieller Faktor bei der Holzmodulbauweise ist der Brandschutz, welcher bereits
bei der Fertigung von großer Bedeutung ist. Der besondere Vorteil ist ein integrierter Holzkern, der die bauphysikalischen Anforderungen des Brandschutzes und der Bauphysik, etwa bei der Statik und Aussteifung konsequent erfüllt. Im Brandfall führt die daraus resultierende Karbonisierung der Schutzoberfläche dazu, dass sich das Feuer nur langsam ausbreiten kann. Holz hält viel länger Stand als Stahlkonstruktionen. Es besteht keine Gefahr eines unkontrollierbaren Einsturzes, wie es oftmals bei herkömmlichen Bauweisen der Fall ist.

Module lassen sich individuell und flexibel einsetzen

Im Hinblick auf den Fachkräftemangel sind bezahlbare Personalwohnungen immer mehr gefragt. Firmen, die vermehrt Wohnraum zur Mitarbeitergewinnung anbieten, haben deshalb einen klaren Wettbewerbsvorteil. In einer Arbeitsgemeinschaft erstellten die Firmen Timber Homes und Robert Decker im Schlüsselfertigbau in Reutte, Tirol, ein nachhaltiges Personalhaus. Dort betreibt ein nahmhafter Automobilhersteller seit Jahrzehnten ein außergwöhnliches Hotel für das jetzt dieses Personalhaus mit Platz für 36 neue Wohneinheiten geschaffen wurde. Dise sind alle mit Badezimmer, eigener Kochnische, passendem Mobiliar und moderner Technik ausgestattet. Die Basis bildet eine industriell vorgefertigte Struktur mit offenen Räumen. Höchste Qualität in Holz, welches die zunehmenden Anforderungen an Energieeffizienz bei gleichzeitigem Anspruch an Design und Langlebigkeit erfüllt. Da der Winter auf 1200 Meter Höhe lange andauert, konnte nur mit einer kurzen Bauphase geplant werden. Die Holzmodulbauweise ermöglichte, den Fertigstellungstermin innerhalb von nur sechs Monaten inklusive Keller und Außenanlagen einzuhalten. Trotz des des knappen Slots konnten die Personalwohnungen pünktlich und schlüsselfertig übergeben werden.

Was heute eine Personalwohnung ist, wird morgen zum Kindergarten und zieht übermorgen an einen komplett anderen Standort

Nichts ist mehr so, wie es früher war: Auch Gebäude können sich neuen Herausforderungen anpassen und auf Veränderungen reagieren. Durch die serielle Vorfertigung lassen sich Kosten dabei einfach kalkulieren und die Ausführung exakt planen. Flott sollte es zum Beispiel auch gehen, um das Platzproblem im Kindergarten der Gemeinde Lengdorf zu lösen. Auch hier konnte eine schnelle Lösung anboten werden. In einer Rekordbauzeit von acht Wochen wurde der fertige Kindergarten in Holz-Modulbauweise an die Gemeinde übergeben. Diese wünschte sich ein wertiges, nachhaltiges Gebäude unter Verwendung baubiologisch unbedenklicher Baustoffe. Für Kinder ist das Gefühl von Geborgenheit wichtig, sichtbare Holzoberflächen haben eine wohltuende Wirkung. Genauso wichtig ist aber auch die lebendige Anmutung, weil diese zum Berühren animiert, was wiederum positiv für die kognitive Entwicklung ist. Ein weiterer Pluspunkt bei dieser Bauweise ist, dass bei Bedarf ohne Probleme aufgestockt oder angebaut werden kann. Ohne Probleme können so weitere Kindergartenplätze geschaffen, Gruppen erweitert, und das Betreuungsangebot vergrößert werden.

www.timber-homes.de
www.rdecker.de